Vortrag und Lesung mit Walter Schiffer im Grünen Forum
Die nationalsozialistischen Machthaber verwüsteten Länder und vernichteten Menschen sowie Kulturgüter. Auch Ideen und Literatur galten ihnen als Gefahr für ihre Herrschaft – und sollten deshalb ausgelöscht werden. Bereits ab Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten im gesamten Deutschen Reich missliebige Bücher. Den Aktionen fielen Werke zum Opfer, die auf sogenannten „Schwarzen Listen“ als Literatur „undeutschen Geistes“ geführt wurden.
Betroffen waren die Werke von rund 100 deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aus der Belletristik, aber auch Sachbücher und fremdsprachige Literatur. Weitere Schriftsteller:innen erhielten im Laufe der NS-Zeit Berufsverbote, ihre Schriften wurden verboten.
Einige dieser Autor:innen sind bis heute bekannt, darunter Bertolt Brecht, Sigmund Freud, Mascha Kaléko und Kurt Tucholsky. Andere, damals ebenfalls bedeutende Autor:innen, sind heute nahezu vergessen, etwa Erich Mühsam oder Heinrich Eduard Jacob.
Die Veranstaltung skizziert den historischen Hintergrund der Bücherverbrennungen und präsentiert kurze Lesungen aus ausgewählten Werken.
Mittwoch, 17.06.2026
19:00 Uhr bis ca. 20:30 Uhr
📍 Grünes Forum, Markt 7, Borken
Eine Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Borken