Wirtschaft im Wandel: Borken will nachhaltiger Wirtschaftsstandort werden

Wie kann eine Stadt wirtschaftlich stark bleiben und zugleich auf Klimaschutz setzen? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Kommunen. In Borken setzt die Politik auf eine Neuausrichtung. Die Stadt soll sich zu einem nachhaltigen Wirtschafts- und Energiestandort entwickeln. Die lokale Politik will damit auf Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Fachkräftemangel und steigende Energiepreise reagieren.
Borken ist heute vom Mittelstand, dem Handwerk, „Hidden Champions“ und einer lebendigen Landwirtschaft geprägt. Doch die Stadt will mehr: Unternehmen sollen nicht nur überleben, sondern in Zukunft nachhaltig wirtschaften. Dazu sollen Firmen gestärkt werden, die auf erneuerbare Energien setzen, Ressourcen schonen und faire Arbeitsbedingungen schaffen.
Geplant ist auch eine gezielte Förderung von Start-ups und Innovationen, insbesondere in den Bereichen Umwelttechnik, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien. Die Stadt möchte regionale Wertschöpfungsketten stärken, unter anderem durch Bio-Landwirtschaft und regionale Vermarktung. Gewerbeflächen sollen künftig effizienter genutzt, bestehende Flächen umstrukturiert und Leerstände aktiviert werden. So will Borken ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich nachhaltig wachsen.
Ein Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft soll dabei helfen, Bedarfe besser zu verstehen und sinnvolle Maßnahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung abzuleiten. Ein Vorschlag sind sogenannte „grüne Gewerbegebiete“ mit planerischen Vorgaben wie Photovoltaikanlagen auf Dächern, Fassadenbegrünung oder Regenwassermanagement. Gewerbegebiete sollen so Teil des städtischen Lebensraums werden – statt grauer Randzonen.


Energiewende vor Ort gestalten

Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist die Energiepolitik. Die Stadt setzt auf eine dezentrale, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung. Schon heute tragen erneuerbare Energien maßgeblich zur Versorgung bei. Doch noch viele Potenziale sind ungenutzt. Dächer könnten mit mehr Solaranlagen ausgestattet, Speicher flexibler eingesetzt werden. Auch die Windenergie soll weiter ausgebaut werden – unter Berücksichtigung von Planungssicherheit und sozialer Akzeptanz.
Bei der Freiflächen-Photovoltaik strebt Borken eine Lösung an, die auch die landwirtschaftliche Nutzung berücksichtigt. Gleichzeitig wird die kommunale Wärmeplanung weiterentwickelt: Ziel ist es, mit Nahwärmenetzen ganze Quartiere klimafreundlich zu versorgen. Erneuerbare Wärmequellen und Wasserstoff sollen dabei eine zentrale Rolle spielen.


Nachhaltigkeit als Standortvorteil

Die Politik betont, dass Nachhaltigkeit kein Luxus sei – sondern eine Chance. Regionale Unternehmen, Energieerzeugung und Handwerk profitieren wirtschaftlich von Investitionen in Nachhaltigkeit. Auch sozial könne die Stadt davon profitieren, etwa durch Mieterstrom-Modelle oder stabile Energiepreise.

„Jetzt ist die Zeit“, sagt Thorben Fechler von den Grünen in Borken. Die Partei setzt sich auf kommunaler Ebene für klare Kriterien bei Unternehmensförderung und -ansiedlung ein. Unternehmen, die Verantwortung übernehmen, sollen Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung werden. Ziel sei ein Borken, das wirtschaftlich stark, sozial gerecht und ökologisch klug sei.
Weitere Informationen gibt es unter www.gruene-borken.de

Thorben Fechler kandidiert für den Rat der Stadt Borken auf der Reserveliste (Platz 6) und im Wahlbezirk 18.